Freitag, 2. April 2010

Am hellen Strand

Ich ging entlang am hellen Strand,
das Meer dort vor mir endlos weit.
Hinter mir verlor’ne Zeit,
die mir bis zum Halse stand.
Vorbei, einst war’s ein Schreckgespinst,
das mir an die Nieren ging,
weil mein Herz an Sachen hing,
die man pries, komm, du gewinnst,
doch am End war nichts als heiße Luft,
nur Versprechen völlig leer,
für sie zu rackern, das war schwer,
und immer größer wurd die Kluft
zwischen dem, was ich erlebte
und dann dem, was ich ersehnte.
Und das, woran ich mich gewöhnte,
war nur Kampf, von dem mein Herz erbebte.
Vorbei, was bin ich schließlich froh,
dass alles, was mir wichtig schien,
verloren ging, denn oh, was habe ich geschrien,
ich suchte Gold und fand nur Stroh.
Doch dieses kam mir gerade recht,
um alles zu verbrennen,
und dann fort zu rennen
von all dem, was ist nicht echt.
Und so kam es, dass ich steh,
hier an diesem hellen Strand,
alles, was ich schließlich fand,
war der Verlust vom Weh.

Kommentare:

  1. Ja, das Ende hat's irgendwie in sich. Es scheint, so wenig zu sein und ist doch so viel, wenn man es schließlich wert schätzen kann. Pure Lebensenergie!

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