Donnerstag, 3. Februar 2011

Hingabe (1)

„Dein Wille geschehe!“
Das könnte so verstanden werden, als wenn man nichts daran ändern kann, dass man sich um all die Probleme kümmern muss.
Aber das ist eine Fehlinterpretation, denn es bedeutet, dass man sich eben nicht darum kümmern muss.

Mittwoch, 2. Februar 2011

Egowahn

Chef zum Mitarbeiter (übersetzt):
„Ich möchte, dass sie ein Problem haben, so dass ich ihnen Lösungsvorschläge delegieren kann, um dann nach Hause zu gehen und meiner Frau zu erzählen, was für ein toller Typ ich bin.
Keine Widerrede! Und ich möchte, dass meine Lösungsvorschläge umgesetzt werden. Und ich will hören, dass sie hervorragend funktionieren. Ansonsten müssen sie mich falsch verstanden haben und sind ein Hindernis, so dass ich eventuell aufgrund meiner genialen Ideen nicht in die Geschichtsbücher eingehe wie ich es eigentlich schon längst verdient habe.“

Dienstag, 1. Februar 2011

Und wenn nichts mehr ist, ist immer noch Liebe!

Und müsste ich ohne Liebe sein, müsste ich zum Monster werden.
Ich kenne dieses Monster ziemlich gut, denn es kam mich oft besuchen, und oft habe ich den Kampf mit ihm aufgenommen, weil ich glaubte, es stünde mir im Weg. Aber alles, was es mir hätte sagen wollen, wenn es hätte reden können, wäre gewesen:
„Kehr um, hier gibt es nichts zu holen! Das, was du vermisst, ist nicht dort draußen, es ist in dir!“
Die Liebe kann sich nur zurückziehen ins Innere, niemals kann sie verschwinden. Ihr zu folgen, bedeutet, in sich zu gehen!

Dienstag, 25. Januar 2011

Wenn schon klagen, dann richtig!

Denn:
Niemand kann irgendwem etwas von seinem Glück wegnehmen!

Donnerstag, 20. Januar 2011

Freier Wille

Der Wille ist absolut frei, deshalb hat niemand einen freien Willen.
Genauer gesagt: Die Existenz von Egos ist eine Illusion, eine Simulation, ein Traum, eine Vorstellung.
Nimm einmal den Wahrnehmungsfilter herunter und schau, dass alles nur dein eigenes Kunstwerk ist, zu deinem eigenen Dienste, in seiner Gesamtheit absolut vollkommen.
Nichts ist echt! Wenn es echt wäre, müsste ich es zerstören wollen! Nur weil du glaubst, es sei echt, spürst du immer wieder diese Zerstörungswut, diese Aggression in dir.
Das kann nicht anders sein, solange du glaubst, ich und all die vielen dus wären wirklich vorhanden. Auch mein und dein ist nur Illusion, alles ist nur Geist, und in diesem darf alles, was erscheint, möglich sein, weil es nur Schein ist. Ich kann nicht umhin, mir all dessen bewusst zu sein, ganz einfach, weil es so ist.

Samstag, 15. Januar 2011

Die Fantasie kennt keine Grenzen

Nur Kunst ist möglich, nichts anderes! Aber es gibt keine Künstler, denn auch diese sind nur Kunst, die auf das verweist, worin die Kunst zu Hause ist.
Die Fantasie kennt keine Grenzen.

Montag, 10. Januar 2011

Verlangen nach:

Trost?
Was für ein Gefühl! Voller Liebe! Da ist kein Trost mehr nötig!

Geliebt werden?
Wer hat das nicht gerne! So ein Wunsch ist eine Einladung, sich sofort daran zu erinnern, dass man das am liebsten „tut“.

Erfolg?
Warum nicht! Also sofort die Wertschätzung der einfachen Dinge ins Bewusstsein rufen. Alles andere verliert seine Bedeutung.

Vergnügen? Na klar! Also sofort die Erlaubnis erteilen! Irgendetwas Verrücktes kann man immer machen, egal wo man gerade ist.

Mut?
Da geht immer etwas! Demut ist total einfach. Alles andere ergibt sich.

Leichtigkeit?
„Der Glaube versetzt Berge!“ heißt es, und nur deshalb ist es möglich, keine Leichtigkeit zu erleben. Also mal Pause machen vom Glauben! Nützt eh nichts außer Berge dahin zu versetzen, wo sie fehl am Platz sind, so dass sie nur Ärger machen.

(Dieses war eine Nachricht aus "deinem" Herzen. Wie wär’s mal wieder mit einem Rendezvous? Nur wir beiden?)

Samstag, 1. Januar 2011

Das Höchste erwarten!

Es ist nicht möglich, zu viel zu erwarten. Das, was man bekommt, ist nie zu wenig. Es ist nur möglich, dass man nicht weiß, was das Richtige ist. Wer glaubt, schlecht abzuschneiden, täuscht sich, und nur darauf deutet das Gefühl von Ent-täuschung hin.
Etwas Konkretes zu erwarten, ist eine Falle, denn niemand kann wissen, was wirklich gut für einen selbst ist. Auch Krankheit und Tod sind niemals Feinde.

Ich erinnere mich, wie ich mal meinen Job gewechselt habe, und ich hatte relativ "hohe" Erwartungen an den neuen Job. Ich dachte, nun würde ich durchstarten, doch insgeheim hab ich geglaubt, es würde genauso weiter laufen wie im alten Job, nur halt mit mehr Anerkennung. Und dann kam die Bauchlandung, ich fühlte mich total deplatziert, weil da gar nicht viel Arbeit zu erledigen war, weil gar nicht angesagt war, die Ärmel aufzukrempeln und loszulegen. Ich hatte das Gefühl, das Ende sei nahe, ich würde die Probezeit nicht überstehen und müsse mich die restlichen Tage meines dahin schwindenden Lebens langweilen.
Doch da hatte ich mich ganz schön geschnitten, es kam natürlich ganz anders, so, wie ich es im Grunde meines Herzens wollte.
Und so läuft es eigentlich immer, es lohnt sich, das (undefinierte) Höchste zu erwarten, nicht, weil man dann mehr bekommt als wenn man weniger erwartet, sondern, weil sich das viel besser anfühlt als weniger zu erwarten, zumal "weniger" auch noch eine Fehleinschätzung ist.
Aber wer wird mir glauben können? Wenn, dann sicherlich nicht sehr lange. Denn Glauben heißt, nicht das Höchste zu erwarten.

Dienstag, 28. Dezember 2010

Identifikationsspiel

Wenn ich will, dass ich weiß, dann werde ich wissen, was ich eh schon weiß.

Freitag, 24. Dezember 2010

Frohe Weihnachten!

„Sick and tired of living! Afraid of dying!”
(Genug vom Leben! Angst vor dem Sterben!)
Diese Songtextzeilen wurden nicht von meinem Wahrnehmungsfilter abgewiesen. Das mag ich! Drücken sie doch auf einfache Weise aus, wie es in vielen Menschen aussieht, zumindest kenne ich jemanden recht gut, dem es mal so ging.
Und ich frag mich: Wie passt das denn zusammen?
Es passt vortrefflich, denn es ist die Angst vor dem Sterben, die dafür sorgt, dass das Leben beschwerlich erscheint.
Da passt sehr gut ein Zitat von Steve Jobs, dem Gründer von Apple:
„Sich die eigene Sterblichkeit vor Augen zu halten ist die sicherste Methode, um dem Irrglauben zu entgehen, dass es etwas zu verlieren gibt.“

Montag, 20. Dezember 2010

Ironie

Ich bin umgeben von Blendern, und unglücklicherweise durchschaue ich das.
Nun muss ich so tun, als würde ich es nicht durchschauen. Doch darin bin ich nicht so gut.
Also durchschauen die Blender, dass ich nur blende und schauen mich meist etwas komisch an.

Mittwoch, 15. Dezember 2010

Die große Glanzleistung, es nicht zu merken!

Ich wollte immer jemand anders sein als der, der ich bin, wobei ich gar nicht gemerkt habe, dass das schon längst Wirklichkeit ist, weil ich gar nicht der bin, der ich meine, zu sein.



Freitag, 10. Dezember 2010

Zuviel für Einfach!

Das Gehirn ist zu vergleichen mit einer dieser modernen Festplatten. Für ein einfaches Leben völlig überdimensioniert. Und so wird sie zur reinsten Mülldeponie.
Aber warum auch nicht! Aufräumen, Müll entsorgen kann eine sehr schöne Beschäftigung sein, beschert sie doch das Gefühl von Erleichterung.

Sonntag, 5. Dezember 2010

Wo Intelligenz, da Rätsel

Es kommt immer aufs richtige Maß an!
Ist doch klar! Weiß doch jeder!
Also wer ist es, der einem das nicht erlaubt?
Komm heraus, du Bösewicht!
Ach so, es geht hier um Rätselraten?
Was? Das ist die Antwort des Rätsels?
Dass alles nur ein Rätsel ist?
Das heißt, da sind gar nicht wirklich Bösewichter?
Und wer soll mir nun noch verbieten, das rechte Maß zu halten?
Hab ich recht gehört, dass ich mir da jemanden einbilden muss?
Nee, hab ich jetzt keine Lust mehr zu!

Mittwoch, 1. Dezember 2010

Getäuscht!

Im Grunde hatte ich immer nur Angst vor diesem Typen in mir, der drauf und dran war, alles hinzuschmeißen und den Dienst zu quittieren.
Da ist nicht wirklich ein Feind, nur ein Irrtum! Der Irrtum, dass der beste und treueste Freund, der im Grunde des Herzens über alles geliebt wird, einem Schaden zufügen könnte.
Oh, wie sehr liebe ich dich!

Donnerstag, 25. November 2010

Aufräumen

November! Das ist ein Monat, wo es Spaß macht, mal zu Hause aufzuräumen.
CDs! CDs! CDs! Offensichtlich habe ich das Zeug mal gesammelt, anders kann ich es mir nicht erklären, warum da eine Menge Staubfänger herumstehen ohne dass sich irgendein Verlangen zeigt, sie jemals hören zu wollen.
Also los geht’s! Entsorgen! Okay, ich höre noch mal kurz vorher rein! Oh Gott, das geht ja gar nicht! Der Finger bewegt sich zur `Open´-Taste des CD-Players, um das Ding in den Mülleimer zu schmeißen; doch dann kommt diese Textzeile, die aufhorchen lässt. Ja! Genial! So einfach auf den Punkt gebracht:
Wenn du dort draußen bist und Fragen stellst,
lass dich nicht für dumm verkaufen,
jeder weiß die Antwort,
aber niemand weiß wirklich Bescheid...

(If you are out there askin’ questions, hope you got a grain of salt ‘cause
everybody’s got the answer, nobody’s really got a clue...)

Das ist allerdings kein Grund zur Anklage, sondern eine seltene Einsicht in die Funktionsweise des Spiels mit Namen Leben, das dadurch nur interessant wird...

Samstag, 20. November 2010

Liebe, der alles andere egal ist

Da gibt es diesen Song, in dem es heißt, alles, was wir brauchen, ist Liebe!
Na klar, da ist was dran! Stellt sich allerdings die Frage, ob wir es brauchen, geliebt zu werden - was Abhängigkeit bedeutet -, oder ob wir es brauchen, selbst zu lieben - was Unabhängigkeit bedeuten kann, wenn diese Liebe nicht von bestimmten Objekten oder Bedingungen abhängig ist.
Ist bedingungslose Liebe möglich in dieser Welt?
Die Frage hat ihre Berechtigung, denn wer versucht, das, was ihm in der Welt begegnet, bedingungslos zu lieben, der wird schnell die Grenzen entdecken, die ein solches Bestreben mit sich bringt.
Nein, im Inneren steckt es, dieses Etwas, das sich bedingungslos lieben lässt, dass sich gar nicht nicht lieben lässt. Dieses Etwas zu erkennen verändert alles, weil alles seine Wichtigkeit verliert gegenüber diesem Etwas (womit sich auch die äußere Welt ändert, aber das ist dann nur noch ein hübscher Nebeneffekt).

Montag, 15. November 2010

Auch heute ist ein schöner Tag zum Sterben

All diese quälenden Fragen im Kopf ergeben sich nur, weil irgendetwas davon abhält, einfach nur zu leben.
Dieses Irgendetwas ist der einzige Störenfried. Und die gute Nachricht ist die, dass es sich dabei einfach nur um eine Fehleinschätzung, eine Farce, eine Lüge handelt.
So wie ein Lehrer einem Schüler verheißt, er würde es schwer haben im Leben, weil er sich im Unterricht so schwer tut, doch dann stellt sich heraus, dass nichts davon wahr ist und der Lebensweg des Schülers haargenau auf die Nische zuläuft, die zu ihm passt.

Mittwoch, 10. November 2010

Bitte einmal Seelenfrieden a la carte! (2)

„Du willst Seelenfrieden? Dann zieh’ in den Krieg!“
„Wie soll ich das denn verstehen?“
„Ok, ist auch nicht ganz richtig, denn du steckst schon mittendrin, wehrst dich nur dagegen!“
„Hä?“
„Sonst würdest du dir ja wohl kaum Seelenfrieden wünschen, oder?“
„Mag ja sein, aber wie komme ich da raus?“
„Indem du die Sache durchziehst!“
„Und wie bitteschön soll ich das machen?“
„Wer ist dein Feind? Gegen wen kämpfst du?“
„Da ist all diese Hektik, der Stress, die Probleme, das ganze Tohuwabohu tagein, tagaus. Ich will einfach mal durchatmen, mich nicht um den ganzen Bockmist kümmern müssen!“
„Und was hält dich davon ab?“
„Ich hab Angst davor, was dann passiert!“
„Du hängst an deiner Existenz! Das ist dein Gegner! In diesem Krieg gewinnst du, indem du dich umbringen lässt!“
„Und was hab ich davon?“
„Dann siehst du, dass dein Gegner nur mit Schreckschusspistolen herumspielt.“

Montag, 1. November 2010

Hol mich doch der Teufel! (1)

Wer die Existenz in die Tonne kloppt, kann viel befreiter existieren!